Notre Dame de Lorette

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Notre Dame de Lorette

Und noch ein denkwürdiger Jahrestag … Nach Teilnahme an den 25-Jahr-Feiern zur Wiedervereinigung in Deutschland befinde ich mich diese Woche in Frankreich. Hier wurde in der Region Pas de Calais am Totensonntag dem Beginn des ersten Weltkrieges vor hundert Jahren gedacht. Auf einer Anhöhe vor der Ortschaft Lens ist dieses Jahr ein besonderes Mahnmal eingeweiht worden. Darin finden sich die Namen von knapp 600.000 Soldaten, die zwischen 1914 und 1918 allein in dieser Region gefallen sind. Das Besondere daran ist, dass alle Namen ohne Dienstgrad, Nationalität oder Alter, sondern lediglich alphabetisch aufgeführt werden. Üblich ist eine Trennung nach britischen, französischen, deutschen Vermissten und Gefallenen, oder den Opfern anderer Nationalitäten, auf eigenen Kriegsgräberstätten. Knapp 600.000 Gefallene – eine unvorstellbar große Zahl. Allein der Name “William Smith” taucht mehr als 200 Mal auf den “Buchseiten” im Inneren des als Oval gestalteten Mahnmals auf. Mit ungefähr 75 x 140 Metern ist es die größte französische Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges und ragt damit nicht nur aufgrund seiner Lage auf der damals strategisch wichtigen Anhöhe aus den vielen hundert Kriegsgräberstätten der Region heraus.

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