How it all began…

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How it all began…

Am Wochenende ist mir beim Aufräumen meine erste Kamera wieder in die Hände gefallen. Eine Kodak Instamatic 56X. Made in Germany. 1971 von meinem ersparten Taschengeld gekauft. Wer kennt sie noch? Die Kamera wurde mit Kassetten zu je 12 oder 24 Aufnahmen bestückt, Einwegblitze konnten optional erworben werden (rechteckige Bauart, 4 Auslösungen waren möglich, der Blitz drehte sich beim Vorspulen des Films um 90 Grad mit). Jede Aufnahme wurde sorgfältig überlegt, denn zu den Kosten für die Filmkassette kamen Entwicklung und Abzüge. So fanden sich auf manchem 24er-Filmstreifen sowohl Fotos aus dem Sommer als auch vom ersten Schnee.

Fokus? Blende? Verschlusszeit? Alles fest voreingestellt – vermutlich Blende 8 bei 1/250s, es gab keine Möglichkeit der Einflussnahme oder Änderung. Der Verkäufer hatte sich damals viel Zeit genommen, mir achtjährigem Stöpsel die Funktionsweise zu erklären und Tipps zur Aufnahme zu geben. Die Kamera hat mich bis 1977 begleitet, danach habe ich eine alte Voigtländer SLR mit defektem Belichtungsmesser von meinem Vater übernommen. Eine Schachtel mit Negativstreifen habe ich ebenfalls gefunden und so werde ich mich im Winter mit einem Scanner auf Zeitreise begeben. Aber an das damalige Glücksgefühl, meine erste eigene Kamera zu besitzen und selber fotografieren zu können, wurde ich sofort erinnert, als ich am Wochenende die Instamatic in die Hand nahm.

 

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