25 Jahre Fall der Berliner Mauer

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25 Jahre Fall der Berliner Mauer

Am 09. November 2014 jährte sich der Mauerfall zum 25. Mal. Während in Berlin ausgiebig gefeiert wurde, gedachten auch internationale Medien an diesem Wochenende der friedlichen Grenzöffnung und dem einhergehenden Ende des Kalten Krieges. Die Spuren des ehemaligen innerdeutschen Grenzverlaufs sind in ganz Deutschland nur noch dort auszumachen, wo sie als Gedenkstätte erhalten wurden. In Berlin wurden die Brachflächen im Grenzgebiet seit Anfang der 90er Jahre bebaut. Auch hier erinnern lediglich ausgewiesene Areale mit Informationstafeln und Resten der Mauer an die jahrzehntelange Trennung. Nach 25 Jahren ist ein geteiltes Deutschland für viele noch nicht einmal mehr Erinnerung und damit auch nicht mehr vorstellbar. Aus Reisen zu Verwandten in den 60er Jahren sind mir die stundenlangen Wartezeiten an den Grenzübergängen in Erinnerung geblieben. Auch an die marode Infrastruktur und den krassen Unterschied in alltäglichen Dingen wie Einkauf, Verkehr, Restaurantbesuche kann ich mich noch gut erinnern. Statt Verkehrslärm gab es Pferdegetrappel, auch in der Stadt, und es roch nach Braunkohle, Trabbi-Abgasen und frischen Brötchen. Alles irgendwie entschleunigt, anders, teils auch deprimierend. Nach dem Tod der Verwandten gab es ab und zu eine Zugreise durch die “Zone” nach Berlin, dort stand ich dann im Westteil der Stadt auf der Bretterplattform und habe die russischen Wachen am Brandenburger Tor bestaunt. Alles Geschichte …

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